500 Millionen Euro zusätzlich zur Förderung der IT-Administration in den Schulen: Die neue Zusatzvereinbarung des DigitalPakts nimmt sich den Ansprüchen der digitalen Schule an

Mit zunehmender Digitalisierung an Schulen wächst auch der Anspruch an Administration, Wartung und Pflege der entsprechenden Hard- und Software. Dies ist auf bisherigen Wegen über eine Einbindung besonders engagierter Lehrkräfte mittlerweile schwerlich zu leisten. Mit der Zusatzvereinbarung III (hier alle Zusatzpakete in der Übersicht) des DigitalPakts, welche 500 Millionen Euro speziell für die Finanzierung der IT-Administration an Schulen bereitstellt, erfolgt nun ein erster Schritt zur personellen Unterstützung von Schulen bei der digitalen Transformation.

Die IT-Administration an Schulen wandelt sich zur Vollzeitbeschäftigung

Was mit vereinzelten Computerräumen, Laptops und digitalen Projektoren in ausgewählten Klassenzimmern begann, ist in den letzten Jahren beständig angewachsen. Eine digitale Schule begreift sich heute über ein komplettes Ökosystem an verbundenen und interoperablen Geräten im gesamten Schulhaus, inklusive deren Netzwerkverbindung (detaillierte Informationen darüber, wie eine digitale Schule des 21. Jahrhunderts aussehen kann und welche digitale Infrastruktur und IT-Administration hierfür innerhalb des DigitalPakts empfohlen wird, finden Sie hier).

Die Anforderungen an Infrastruktur, Hard- und Software einer digitalen Schule können mittlerweile in etwa mit der eines mittelständischen Unternehmens verglichen werden. Damit gehen auch eine immer umfangreichere Einrichtung und Pflege der digitalen Geräte einher – eine professionelle IT-Administration ist langfristig unverzichtbar. Wo zu Beginn noch engagierte und technisch versierte Lehrkräfte helfen konnten – oft unter Einbindung interessierter Schüler*innen – ist nun die Schaffung einer Vollzeitstelle notwendig. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung selbst schreibt hierzu:

„Die derzeit verfolgten Lösungen sind aufwändig und werden vielerorts durch Lehrkräfte neben ihren Unterrichtsaufgaben geleistet. Das wird nicht mehr funktionieren, wenn in den Schulen digitale Werkzeuge in größerem Umfang eingesetzt werden. Die Hauptaufgabe der Lehrkräfte soll in der pädagogischen Vermittlung von Kompetenzen und Inhalten und nicht in der Wartung von Netzen und Geräten liegen.“

Das DigitalPakt 360° E-Book beschreibt passend hierzu, wie sich Pädagogik, Digitalisierung und IT-Administration verbinden lassen und entsprechende Fördersummen aus dem DigitalPakt beantragt werden können.

Die Zusatzvereinbarung III des DigitalPakts stellt Mittel zur professionellen IT-Administration an Schulen bereit

Durch die im Zuge des DigitalPakts angestoßene beschleunigte technische Transformation im Rahmen der Digitalisierung an den Schulen sind diesbezüglich nun zusätzliche IT-Ressourcen und Kenntnisse gefragt. Mit der Zusatzvereinbarung/Corona-Hilfe III: Administration haben Bund und Ländern deshalb ein 500 Millionen Euro Paket beschlossen, mit welchen Schulen bei dieser Aufgabe der IT-Administration unterstützt werden sollen. Laut Bund sind diese gedacht „für die Förderung der Ausbildung und der Finanzierung von IT-Administratorinnen und Administratoren, die sich vor Ort um die Technik kümmern sollen. Das ist ein wesentlicher Baustein, um die Digitalisierung der Schulen in nächster Zukunft zu forcieren.“ 

Ziel des Plans zur Förderung der IT-Administration ist es, IT-Spezialisten vor Ort an der Schule verfügbar zu haben, die schnell erreichbar sind und somit Abläufe beschleunigen und vereinfachen können. Natürlich können IT-affine Schüler*innen und Lehrkräfte auch weiterhin in die IT-Administration eingebunden werden. Dies sollte jedoch langfristig gesehen eher unterstützenden und bildungstechnischen Charakter im Sinne der Interessen der Schüler*innen haben, statt eine grundsätzliche Notwendigkeit zur Aufrechterhaltung digitaler Infrastruktur darzustellen.

Anträge auf eine Förderung der IT-Administration durch das Zusatzpaket III können von den Schulträgern bei den jeweiligen Ländern gestellt werden, sobald diese in deren Förderrichtlinien aufgenommen sind. Eine aktualisierte Übersicht der jeweiligen Förderrichtlinien wird hier bereitgestellt.