Interaktives Display vs. interaktives Whiteboard im DigitalPakt: Ein Vergleich digitaler Tafeln für Schulen und Schulträger

Das interaktive Whiteboard war eine der ersten wirklich transformativen Bildungstechnologien, die es Schülern ermöglichte, mit einem Computer über eine großformatige Anzeige zu interagieren. Ein herkömmliches interaktives Whiteboard verwendet einen Projektor, der das Bild auf einer speziellen Projektionsfläche anzeigt, die mit Kameras und Sensoren ausgestattet ist. Moderne interaktive Tafeln verfügen hingegen über ein interaktives Display in Form eines großformatigen Touchscreens. Sie stellen eine unkomplizierte Lösung für die Integration weiterer interaktiver Technologien dar. Ob für Schulen und Schulträger im Rahmen des DigitalPakts eher ein interaktives Whiteboard oder ein Display zu empfehlen ist, klärt dieser Artikel.

Herkömmliche interaktive Whiteboards bekommen Konkurrenz

Durch ein interaktives Whiteboard war zum ersten Mal eine direkte Interaktion zwischen den Schülern und Bildungstechnologie möglich. Einer größeren Verbreitung und einem übergangslosen, einfachen und breiten Einsatz im Unterricht standen jedoch drei Nachteile im Wege:

   -Aufwändige Kalibrierung

Ein herkömmliches interaktives Whiteboard erfordert eine Kalibrierung, damit die Kamera die Position des Stifts oder Fingers auf dem Bildschirm richtig interpretieren kann. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der Systemeinrichtung. Wenn der Projektor oder die Leinwand verschoben wird, muss das System möglicherweise neu kalibriert werden, was umständlich und zeitaufwändig sein kann. 

   -Kostspielige Wartung 

Ein klassisches interaktives Whiteboard verwendet lampenbetriebene Projektoren, um das Bild auszugeben. Viele dieser Projektoren haben nicht nur Lampen, deren Austausch teuer ist – sie haben auch Filter, die regelmäßig gereinigt werden müssen. Der Austausch einer Lampe ist mit erhöhtem Kostenaufwand verbunden – und da diese Lampen Quecksilber enthalten, ist möglicherweise eine besondere Handhabung und Entsorgung erforderlich. 

   -Wenig Flexibilität im Unterrichtseinsatz

Wenn Sie von den Vorteilen eines Flipped Classroom gelesen haben und dieses Konzept nutzen möchten, um Ihren Schülern zu besseren Leistungen zu verhelfen, werden Sie eventuell auch schon Folgendes festgestellt haben: Ein herkömmliches großes, an der Wand montiertes interaktives Whiteboard lässt oft Flexibilität und Funktionen vermissen, welche Sie für derartige moderne Unterrichtsmethoden benötigen. Dies kann beispielsweise eine direkte und unkomplizierte Einbindung mehrerer Geräte sein, oder auch ein unkomplizierter Einsatz des interaktiven Whiteboards an verschiedenen Orten innerhalb des Klassenzimmers (mehr Informationen zu modernen Unterrichtsmethoden und Technologieeinsatz im Klassenzimmer erhalten Sie in unserem DigitalPakt 360° E-Book).

Ein interaktives Display ist speziell auf die Bedürfnisse von Schulen angepasst

Während also ein klassisches interaktives Whiteboard einige technologiebedingte Merkmale hat, welche einen Einsatz im Schulalltag oft kompliziert machen, setzen interaktive Tafeln mit modernen Displays genau hier an. Es entstehen – bei hochwertigen Lösungen – kaum Wartungskosten, da die verwendeten Displays lange haltbar sind und keine Leuchtmittel getauscht werden müssen. Des Weiteren muss ein modernes Display nicht wie ein interaktives Whiteboard kalibriert und eingestellt werden und kann somit an jeder beliebigen Position des Klassenzimmers verwendet werden. Eine interaktive Tafel bietet im Vergleich zum Whiteboard aber noch weitere Vorteile:

   -Mühelose Interaktivität mit Fingern und Stiften bei höchster Präzision

Ein modernes interaktives Display kann einen Stift oder einen Finger ohne aufwändige Kalibrierung problemlos erkennen. Dadurch ist es nicht mehr nötig, eine perfekt ebene Wandfläche für ein interaktives Klassenzimmer bereitzustellen, wie es ein interaktives Whiteboard erfordert. Die berührungsempfindliche Eingabe ist bei interaktiven Displays außerdem deutlich präziser und damit intuitiver.

   -Verbesserte Konnektivität mit Geräten von Schülern und Lehrern

Eine interaktive Tafel zeigt nicht nur die Ausgabe eines einzelnen Computers an, sondern kann drahtlos mit einer Vielzahl von Geräten wie Tablets, Notebooks und auch Smartphones verbunden werden. Durch die Anzeige mehrerer Quellen gleichzeitig schaffen interaktive Displays somit eine zuverlässige Plattform für den Split-Screen-Unterricht. Ein interaktives Whiteboard ermöglicht diese Flexibilität hingegen nicht.

   -Erweiterte Möglichkeiten im Fernunterricht

In Anbetracht der Corona-Pandemie, die Schulen auf der ganzen Welt in ihrem Betrieb einschränkt, müssen Lehrkräfte ihre Schüler auch dann effektiv unterrichten können, wenn diese sich nicht im Klassenzimmer befinden. Ein interaktives Whiteboard schränkt Lehrkräfte stark in ihrem Handlungsspielraum ein. Ein interaktives Display ermöglicht es jedoch, den Unterricht mithilfe von verschiedenen Videokonferenz-Softwares zu übertragen, die direkt auf der Tafel ausgeführt werden. Einige interaktive Tafeln bieten außerdem die Möglichkeit, dass Schüler und Lehrer über die Cloud zusammenarbeiten können, sodass Schüler, die zusätzliche Hilfe benötigen, aus der Ferne betreut werden können.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das interaktive Display eine modernere, sicherere, und technologisch vielseitigere Lösung für den Unterrichtseinsatz darstellt als ein herkömmliches interaktives Whiteboard. Dies wird sowohl durch bessere Software als auch bessere Hardware erreicht. 

Kosten sind immer eine wichtige Überlegung bei der Einführung eines neuen Geräts, auch bei interaktiven Tafeln. Berücksichtigt man jedoch die geringen Wartungskosten, die Sicherheitsvorteile, die Anpassungsfähigkeit an Flipped Classrooms sowie die Herausforderungen des hybriden Lernens, dann ist eine interaktive Tafel eine bessere Investition als ein herkömmliches interaktives Whiteboard. Gerade weil mit dem DigitalPakt die Anfangsinvestition, aber nicht die Wartungskosten von digitaler Ausstattung gefördert werden, stellen interaktive Displays für Schulen und Schulträger in der Regel die lohnendere und nachhaltigere Anschaffung dar. Im DigitalPakt Rechner können Schulen und Träger diesbezüglich einfach und mit wenigen Klicks eine Investitionsempfehlung erhalten.