Konzepte des integrierten Lernens wie Blended Learning prägen das Bildungswesen 2021 – Ein Überblick vor dem Hintergrund des DigitalPakts

Die sich ständig verbessernde Technologie im Klassenzimmer macht immer mehr Konzepte des integrierten Lernens wie Blended Learning möglich. Hierbei handelt sich um eine Kombination aus Präsenz- und digitalem Fernunterricht. Diese wird in letzter Zeit beispielsweise eingesetzt, um die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu mildern. Doch auch in Zukunft wird Blended oder Hybrid Learning – als dann bewährte und erprobte Lehrmethode – eine Rolle spielen. Bezogen auf Investitionen in schulische Infrastruktur aus den Mitteln des DigitalPakts bietet es sich deshalb an, auf technische Ausstattung zu achten, welche Blended Learning ermöglicht.

Auch im Jahr 2021 wächst das Bewusstsein für Blended Learning weiter an. Es lässt sich schwerlich leugnen, dass die traditionelle Bildung durch COVID-19 in Deutschland (und weltweit) einem Stresstest unterzogen wurde. Anstelle von Unterricht in Klassenzimmern gab es Zoom- und Skype-Anrufe. Aufgabenstellungen wurden per E-Mail oder sogar auf postalischem Weg versandt. Ein Wechsel zwischen Unterricht im Klassenraum und Fernunterricht ist je nach aktueller Inzidenzordnung auch gegenwärtig gegeben. Als weitere Maßnahme wird verstärkt versucht, die Anzahl der Schüler, die physisch am Unterricht teilnehmen zu reduzieren, um kombinierten Präsenz- und Fernunterricht zu ermöglichen. Hierbei kommt Blended Learning ins Spiel.

Was genau ist Blended Learning nochmal?

Als das Internet aufkam und die Verbindungsgeschwindigkeiten sich langsam verbesserten, begann Blended Learning in den 1990er-Jahren mit ersten Online-Kursen aufzutauchen. Wie der Name schon sagt, kombiniert Blended Learning (auch Hybridunterricht genannt) traditionelles Präsenzlernen vor Ort und Fernlernen im virtuellen Raum. Online-Lernen an sich ist dabei grundsätzlich nicht neu und hat in den letzten Jahrzehnten zahllosen Menschen auf der ganzen Welt flexible Bildungsmöglichkeiten eröffnet. Neu ist jedoch die Mischung beider Unterrichtweisen (blended=vermischt), um neue Horizonte zu schaffen. Studien weisen darauf hin, dass Blended Learning für eine effektivere Wissensaufnahme sorgen kann als Präsenzunterricht oder E-Learning für sich alleine. Gleichzeitig steigt auch die Zufriedenheit der Lernenden. Hierbei wird jedoch auch die Wichtigkeit einer sinnvollen Möglichkeit der technischen Integration von Medien hervorgehoben. Oft wird dabei im Präsenzunterricht der Schwerpunkt auf die gemeinsame Diskussion und Reflektion von Inhalten gelegt, während sich die Schülerinnen und Schüler im E-Learning neues Wissen erarbeiten, oder vorhandenes weiter vertiefen. Blended Learning hat das Ziel, das Beste aus der analogen sowie der digitalen Welt miteinander zu verbinden. 

Einen weiterführenden Überblick über moderne Lehrkonzepte wie Blended Learning und deren technische und didaktische Integration befindet sich auch im DigitalPakt 360° E-Book.

Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat Blended Learning mit seiner Kombination aus Präsenz- und Fernunterricht neben didaktischen Argumenten zusätzliche Aspekte und Aufgaben übernommen. Aus der Sicht einer breiteren strategischen Ebene stellt Blended Learning ein Werkzeug dar, mit welchem die Kontinuität der Ausbildung gewährleistet und die Unterbrechungen im Lernfortschritt für Schülerinnen und Schüler reduziert wird. Blended Learning gibt hiermit eine Option, um mögliche Risiken, die von der Pandemie ausgehen, zu lindern und geht auf dringende Gesundheits- und Hygieneprobleme ein. Je nach Standort, örtlichen Gegebenheiten oder auch der Schulform gibt es derzeit wahrscheinlich viele verschiedene und individuell geeignete Ansätze, die persönliche und elektronische Zusammenarbeit zu kombinieren. Sie alle profitieren von den Möglichkeiten des Blended Learning und den dahinterstehenden Technologien.

Geeignete Soft- und Hardware ermöglicht optimales Blended Learning

Um Blended Learning zu ermöglichen und in der Praxis für alle Beteiligten gewinnbringend umzusetzen, wird zunächst eine grundlegende Infrastruktur an digitaler Ausstattung benötigt. Wie diese im Detail aussehen kann und von Bund und Ländern empfohlen wird, erfahren Sie hier.

In einem derart ausgestatteten digitalen Klassenzimmer bieten interaktive Displays eine allumfassende Grundlage (lesen Sie hierzu auch: “Warum ein interaktives Display das Universalgerät eines digitalen Klassenzimmers ist. Richtig investieren im Rahmen des DigitalPakt.”), welche Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern im physischen Klassenraum als auch zu Hause die Möglichkeit gibt, einfach und sicher zusammenzuarbeiten. Die neue Generation der interaktiven Whiteboards stellt sozusagen das Betriebssystem für einen erfolgreichen Unterricht im Blended-Learning-Modus dar. Grundlage hierfür sind integrierte Videokonferenzsoftware und Funktionen zum Teilen von Inhalten, die es Lehrkräften ermöglichen, den Unterricht für Schüler, die von zu Hause aus am Lehrgeschehen teilnehmen, direkt über das interaktive Display durchzuführen. Darüber hinaus wird die entsprechende Software von modernen interaktiven Displays stetig weiterentwickelt, um sie noch vielseitiger zu machen und „Blended-Learning-Klassen“ ein schnelles, intuitives und kreatives Set an Möglichkeiten für den Austausch von Inhalten und die gemeinsame Arbeit an Projekten zu bieten.

Hierbei sollte bereits bei der Auswahl der Hardware darauf geachtet werden, dass diese später ein nahtloses und unproblematisches Unterrichtsgeschehen im Blended Learning ermöglicht. Eine häufige Beschwerde von Teilnehmern an gemischten Kursen ist beispielsweise die schlechte Tonqualität, die verhindert, dass sich die Teilnehmer gegenseitig gut hören können. Hochwertige interaktive Whiteboards sollten deshalb mehrere (bis zu acht) sogenannte Array Mikrofone besitzen, welche eine hochwertige Tonübertragung garantieren. Diese Funktion erweist sich auch bei der Aufzeichnung des Unterrichts als nützlich und qualitätssteigernd. Doch nicht nur die Heimgruppe muss ein gutes Audiosignal des Klassenzimmers erhalten, dies gilt genauso andersherum. Hochwertige, nach vorne gerichtete Lautsprecher sind hierbei als Lösungen, welche in interaktive Displays integriert sind, zu bevorzugen.

Zusammenfassend dienen interaktive Displays in Bezug auf Blended Learning somit gleichzeitig als kreativer Anzeige- und Interaktionsraum für Präsenzstudenten und als Videokonferenzbildschirme, um Schülerinnen und Schüler einzubeziehen, die aus der Ferne teilnehmen.

Finanzierung durch den DigitalPakt Schule

Der DigitalPakt Schule 2019-2024 bietet eine gute Gelegenheit, um in Hardware, welche für Blended Learning geeignet ist, zu investieren. Die Unterstützung bei der Finanzierung bedeutet, dass Schulen möglichst keine Kompromisse bei der Qualität der Lösungen eingehen müssen. Pädagogen sollten für Ihre Lehrvorhaben auf die neueste Technologie zugreifen können, um eine echte Bereitschaft für hybrides und gemischtes Lernen im Stil des Blended Learning aufzubauen. Ziel sollte es hierbei sein, dass die Lehrpläne intakt bleiben und die Schülerinnen und Schüler trotz unvorhersehbarer äußerer Umstände eine optimale Lernerfahrung machen können. Geeignete Hardware kann deshalb im DigitalPakt Rechner durch Auswahl des Punktes „Möchten Sie die Möglichkeit haben, Fernunterricht zu erteilen“ berücksichtigt werden.