MINT plus K und der DigitalPakt Schule. „MINKT“ mit der richtigen Technologie umsetzen.

MINT- und MINKT-Konzepte haben in den letzten zehn Jahren im Kontext der Bildung und der Digitalisierung an Schulen an Bedeutung gewonnen. Auch MINT-Berufe sind immer häufiger gefragt und deren Bedeutung wird aller Voraussicht nach auch weiterhin stark zunehmen. Doch was genau ist MINT bzw. MINKT überhaupt und welche Rolle spielen diese für das digitale Klassenzimmer der Zukunft im Rahmen des DigitalPakt?

Was ist MINT bzw. MINKT

Während Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik das Grundgerüst des MINT-Akronyms bilden, fügt MINKT Kunst (daher das “K”) hinzu, um die zusätzliche Bedeutung von Kreativität und bildender Kunst zum Ausdruck zu bringen. Laut dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung zielt MINKT-basierte Bildung […] darauf ab, Problemen mit Innovation, kreativem und kritischem Denken, Kooperation und effektiver Kommunikation zu begegnen.

Es mag eventuell zuerst so anmuten, als ob das Fachgebiet der Künste, welche traditionell eher subjektiv und expressiv veranlagt sind, nicht zu den reinen Wissenschaften passt. Jene wirken eher objektiv und oft „kühl“. Doch gerade diese Mischung macht einen perfekten Mix aus Problemlösungsfähigkeiten mit kreativen Ansätzen der Problemfindungsfähigkeiten.



Wozu braucht es MINKT?

Mit MINT werden Schüler ermutigt, sich den Herausforderungen der Menschheit zu stellen – von neuen Methoden der Energiegewinnung über die digitale Vernetzung des Planeten bis hin zur Erforschung des Weltraums. MINKT ist dabei eine Variante von MINT, die Kreativität und künstlerischen Ausdruck einbezieht und versucht, die Verschmelzung von harter Wissenschaft und freier Kunst zu verkörpern. Die MINKT-Ausbildung soll die Schüler auf eine sich technisierende Welt vorbereiten. In den letzten Jahrzehnten ist das Interesse der Schüler an Naturwissenschaften, Technik und Mathematik jedoch kaum gestiegen, was zu einem Mangel an Talenten, Fähigkeiten und entsprechenden Fachkräften führt. Wenn man sich verschiedene Berufsfelder und deren Wandel ansieht, so wird dies deutlich. Mehr und mehr Berufe fordern verstärkt MINT Kenntnisse, aber auch in typischerweise sozialen oder kreativen Berufen ziehen diese Themenfelder immer mehr an. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) schreibt hierzu: „Technik und Informatik, digitale Anwendungen und Dienstleistungen prägen Alltag und Beruf auch derjenigen, die nicht in einem MINT-Beruf arbeiten.“ 

Wie können MINKT-Inhalte am besten unterrichtet werden?

Die beiden Konzepte stützen sich stark auf “Flipped Classroom”-Modelle, die die Zentrierung auf die Schüler und das proaktive Lernen betonen anstatt das Auswendiglernen eines lehrerzentrierten Unterrichts. All das läuft auf eine Verschiebung des Lernflusses hinaus. Während die Lehrer natürlich immer noch Wissen vermitteln, hat sich die treibende Kraft des Unterrichts auf die Schüler verlagert. Anstelle von Vorlesungen mit anschließenden Hausaufgaben, führen die Lernenden in Flipped-Classrooms ihre eigenen Recherchen und Vorbereitungen zu Hause aus, gefolgt von Diskussionen, Zusammenarbeit und Überprüfung in der Klasse. Dieser Ansatz ermöglicht es den Schülern, die Initiative zu ergreifen, Themen auf eine Art und Weise zu erforschen, welche sie ansprechen, und sich dann unter Anleitung des Lehrers tiefer in diese Themen einzuarbeiten. Der Vorteil dieser Konzepte, gerade für MINT Fächer, liegt auf der Hand: Für Elektrizität begeistert man sich eher, wenn man zu Hause einen einfachen Elektromotor selbst bauen kann, statt mit theoretischen Formeln als Themeneinstieg abgeschreckt zu werden. Mit spielerischen Programmen wie Java Karol lässt sich der Einstieg in die Welt des Programmierens mit kleinen, selbst gemeisterten Übungen auf weitaus intuitivere Weise erlernen als mit Logikdiagrammen und dem Auswendiglernen von Formeln. Hierbei können Lehrvideos als Anleitungen für Schüler sehr hilfreich sein.

MINKT und digitale Bildung

Da MINT/MINKT die Rolle der Technologie und des interaktiven Lernens in den Vordergrund stellen, werden auch eine ganze Reihe an neuen Werkzeugen, die diese Interaktivität ermöglichen, erforderlich. Diese in den Schulen zu integrieren, kann stellenweise teuer werden und setzt auch stetige Weiterbildungen voraus. Im Gegensatz zu vielen sozial- und geisteswissenschaftlichen Themen, wo Bücher und Vorlesungen oftmals die primären Unterrichtsmaterialien sind, benötigt die Wissenschaft verschiedene und spezifischere Geräte und Werkzeuge. Dazu gehören Laborkits, Testgeräte, Videodisplays und zunehmend auch 3D-Drucker oder Virtual Reality Brillen. 

Digitale Displays als Universalgerät der MINKT Bildung

Interaktive Displays helfen, einige dieser Kosten zu reduzieren, indem sie viele Anwendungsmöglichkeiten und Interaktionen in einem Gerät vereinen. Mit einem interaktiven Display, das qualitativ hochwertig und einfach zu bedienen ist, können Sie verschiedene Experimente, Tests und Prozesse simulieren, die normalerweise rein physikalisch ablaufen würden. Und physikalisch bedeutet im Regelfall auch komplexer und teurer. Besonders die Fächer Chemie und Physik profitieren davon, denn interaktive Displays ermöglichen die digitale Simulation von Experimenten und Demonstrationen, die in Echtzeit auf Eingaben reagieren. In der Mathematik erscheinen Gleichungen und Berechnungen für die Schüler mit größerer Klarheit und können sofort geändert und modifiziert werden, ohne das Durcheinander, das das Tafelwischen mit sich bringt. Spezielle Tools, die auf interaktiven Displays funktionieren, machen Mathematik für Schüler viel einfacher zu verstehen und zu genießen.

Interaktive Displays unterstützen Lehrer in jedem Aspekt des MINT/MINKT-Lernprozesses. Zum Beispiel können Programmierklassen die Displays nutzen, um gemeinsam an Codes zu arbeiten. Die Kompatibilität mit fast allen Medienformaten ist weiterhin für den Kunstunterricht sehr praktisch, da Bilder, Audio, Video und Text nahtlos und ohne technische Probleme kombiniert werden können. Design, Fotografie und Kunstwerke sehen auf einem großen interaktiven Display viel ansprechender aus als in einem kleinen Format auf einem Laptop oder als statisches Bild in einem Buch. 

Im Rahmen des DigitalPakt Schule 2019-2024 als Infrastrukturprogramm für Schulen ist es weiterhin sinnvoll zu wissen, dass digitale Displays (oft auch interaktive Whiteboards oder ähnlich genannt) der schulischen digitalen Infrastruktur zugerechnet werden und damit aus Geldern des DigitalPakts förderfähig sind. Der DigitalPakt Rechner stellt hierfür ein einfach zu bedienendes Tool bereit, mit dem die Anzahl der förderfähigen Hardware individuell ermittelt werden kann.

Fazit und Ausblick

Der ganze Sinn von MINT/MINKT dreht sich um die Vermittlung von anwendbaren Fähigkeiten anstelle von theoretischem und oft sehr abstraktem Wissen, um eine Begeisterung, aber auch ein aktives Bewusstsein für die Technologien, die jetzt und in Zukunft unsere Lebensweisen bestimmen, zu vermitteln. Die Straße zum MINT/MINKT-Erfolg ist jedoch mit guter Technologie gepflastert. Ohne diese Werkzeuge wird es für Pädagogen schwierig sein, Erfolge zu erzielen und ihre Schülerschaft optimal auf die Zukunft vorzubereiten. Die Nutzung eines hochwertigen und großformatigen digitalen Displays ist hierfür ein wichtiger Baustein, da dieses eine breite Palette an Anwendungen der MINT/MINKT Fächer vergleichsweise günstig abdecken kann.