Personalisierte Nutzerumgebungen und Laufwerkanbindungen: Wie Account-Management-Systeme zur Benutzerkontensteuerung digitales Unterrichten vereinfachen

Lehrkräfte und Schulmitarbeiter benötigen solche Hilfsmittel, die es erlauben, das Beste aus der wertvollen Unterrichtszeit zu machen. Dies bedeutet, dass Technologien das Unterrichtsgeschehen jederzeit bereichern können, jedoch ansonsten möglichst wenig administrativen oder technischen Aufwand verursachen sollten. Ein gutes integriertes Account-Management-System zur Nutzerkontensteuerung hilft, dies zu erreichen.

Ältere Geräte waren zwar technologisch interessant, entsprachen aber nicht den spezifischen Anforderungen an das digitale Klassenzimmer

Mit dem zunehmenden Einsatz interaktiver Tafeln und Bildungstechnologien im Klassenzimmer müssen diese so eingerichtet werden können, dass sie das Unterrichtsgeschehen und den Horizont erweitern und nicht durch umständliche Bedienung einschränken. Die Digitalisierung an Schulen macht diese Notwendigkeit offensichtlich. Auf älteren Lösungen der Vergangenheit erforderte beispielsweise das Öffnen oder gemeinsame Nutzen von Dateien auf einem zentralen Bildschirm viel Zeit und Energie. Die Daten mussten zunächst auf einem Laptop, Tablet oder einem großen USB-Laufwerk gespeichert werden. Diese Datenträgermedien mussten dann per Kabel an den Bildschirm oder den Projektor angeschlossen und eingerichtet werden. Die technischen Fehlerquellen sind alleine aufgrund der Anzahl an Geräten und deren potenziell mangelnder Kompatibilität vielfältig. Darüber hinaus waren alte Geräte nicht in der Lage, Einstellungen wie die Bildschirmhelligkeit oder bevorzugte Benutzeroberflächen zu speichern. Dies bedeutete, dass eine Lehrkraft, wenn sie den PC oder Projektor nach einem anderen Nutzer verwenden wollte, diese Anpassungen entweder jedes Mal gesondert vornehmen musste, oder ein Gerät in einer ungewohnten Einstellung verwendete. 

All das sind umständliche Prozesse, die wertvolle Unterrichtszeit verschwenden. Während diese Lösungen also technisch zwar interessant und versiert waren, so verfehlten sie es, die gesonderten Ansprüche von Lehrkräften und Bildungseinrichtungen zu beachten, in denen bereits ein 10-minütiger Einrichtungsprozess zu Beginn jeder Unterrichtsstunde nicht praktikabel ist.

Mit neuen Account-Management-Systemen kann eine Unterrichtsstunde mit einmaliger Berührung am interaktiven Whiteboard beginnen

Hersteller, welche ihre Geräte neben dem Einsatz im Unternehmen auch für Schulen optimieren, haben in den letzten Jahren gezielt daran gearbeitet, diese Hindernisse anzugehen und zu überwinden. Deshalb werden zunehmend Account-Management-Systeme zur Nutzerkontensteuerung speziell für den Schulalltag entwickelt und eingesetzt. Diese stellen einen flüssigen Ablauf der Schulstunde vor allem durch folgende Funktionen an interaktiven Displays sicher:

  • Interaktive Benutzerkontensteuerung, welche es Lehrkräften per NFC-Karte (alternativ: QR-Code oder Passworteingabe) erlaubt, bei Unterrichtsbeginn sofort auf ihre persönlichen Lehrumgebungen zuzugreifen.
  • Import von Unterrichtsmaterialien in jedes Klassenzimmer, ohne vorher umständlich weitere Zugangsdaten einzugeben oder physische Datenträger wie externe Festplatten einzurichten. Dies wird erreicht durch:
  • Direkte Einbindung von Cloud-Speichersystemen von schuleigenen oder landesweiten Datenservern und Netzlaufwerke

Mittels gespeicherter Zugangsdaten auf einer persönlichen NFC-Karte (NFC=Near-Field-Communication / Nahfeldkommunikation), wie sie beispielsweise auch bei Lösungen zum mobilen Zahlen eingesetzt wird, kann sich jeder Lehrer und jede Lehrerin mühelos mit einmaliger Berührung am Whiteboard anmelden. Dieses erkennt die Lehrkraft und lädt automatisch und innerhalb von Sekunden alle Einstellungen und Daten der entsprechenden Person. Falls vorhanden, können über diese Funktionen auch schul- und landeseigene Datenserver und dessen Netzlaufwerke eingebunden werden. Darüber hinaus sichert ein Account-Management-System auch die persönlichen Einstellungen und Vorlieben der Lehrkraft bezüglich

Bildschirmeinstellungen und Unterrichtslayout unabhängig von Gerät und Ort und geben diese an jedem anderen digitalen Touchscreen wieder.

Die NFC-Karte wird damit sozusagen zur virtuellen „Aktentasche“ der digitalen Schule, über die stets alle Unterrichtsmaterialien vorhanden und griffbereit sind. Weitere diesbezügliche Informationen zu der Infrastruktur und den Konzepten einer digitalen Schule stellt dieser Artikel bereit.

Mit durchdachten Account-Management-Systemen wird die NFC-Karte zur virtuellen Aktentasche der Lehrkraft

Derartige Lösungen können die zu Beginn beschriebenen Hindernisse nicht nur aufheben, sondern oft in vorteilhafte Situation wandeln. Da die interaktive Tafel als zentrales Gerät bereits bei Unterrichtsstart innerhalb von Sekunden alle notwendigen Daten vorhanden hat, entfällt umständliches Verkabeln und Einrichten. Sollte darüber hinaus beispielsweise ein Lehrinhalt über mehr als eine Unterrichtseinheit gehen, so kann diese am interaktiven Whiteboard zwischengespeichert werden. Der Zwischenstand wird im Onlinelaufwerk gespeichert und kann in der darauffolgenden Einheit oder Woche an jedem beliebigen interaktiven Whiteboard des Schulgebäudes nahtlos fortgeführt werden – inklusive aller gemachten Anmerkungen, Beiträge und handschriftlichen Notizen von Schüler*innen oder Lehrkraft. Mit dem klassischen Tafelwischen der analogen Schule undenkbar.

Weitere Vorteile und pädagogische sowie didaktische Tipps zum Unterrichten im digitalen Klassenzimmer finden sich auch im DigitalPakt 360° E-Book.

Datensicherheit und Privatsphäre

Mit allen Daten, welche auf Onlinediensten gespeichert werden, kommt auch immer die Frage nach dem richtigen Datenschutz auf. Dies gilt natürlich auch und besonders in einer so sensiblen Umgebung wie einer Schule. Die EU-Datenschutz-Grundverordnung, auch General-Data-Protection-Regulation (GDPR) genannt, gibt Unternehmen einen engen Rahmen bezüglich der Datenschutzrichtlinien vor. Es ist deshalb ratsam, auf Informationen hierzu zu achten und im Zweifel direkt beim Hersteller Auskunft zu verlangen, ob sich ein Dienst oder Unternehmen zu diesen Richtlinien bekennt.