Videos im Unterricht mit der richtigen Technologie lebendiger und interaktiver einbinden

Videos im Unterricht können Schulstunden bereichern und auflockern. Dies kann von einem 5-Minuten-Video zum Einstieg in ein Themengebiet bis hin zur gemeinsamen Auswertung und Diskussion einer halbstündigen Dokumentation reichen. Im Rahmen der Covid-19-Pandemie haben auch öffentliche Medienanstalten ihr Angebot an speziell auf Schüler zugeschnittenen Ressourcen erhöht und bieten Videos für den Unterricht online an. Wir stellen Ihnen im Folgenden einige hiervon vor und zeigen, wie Videos im Unterricht mit den richtigen technischen Hilfsmitteln – sowohl im Klassenzimmer als auch im Fernunterricht – ihre volle Wirkung entfalten werden können.

Audiovisueller Input ist seit den 50er Jahren Bestandteil des Unterrichts

Audiovisueller Input wie Videos im Unterricht stellen bereits seit Mitte des 20. Jahrhunderts eine Ergänzung zum analogen Unterrichtsgeschehen dar. Was in den 1950er Jahren mit den ersten Filmprojektoren und in den 1960ern mit dem Schulfernsehen begann, verschiebt sich im Zuge der Digitalisierung mehr in Richtung internetbasierte Videos im Unterricht.

Unterrichtsmaterialien und Ressourcen für Lehrer und Lehrerinnen in Form von Videos im Unterricht gibt es dabei mittlerweile in unterschiedlichster Form.

Im Folgenden haben wir ein paar ausgewählte Webseiten zusammengestellt, welche für Videos im Unterricht kostenfrei herangezogen werden können. Die Webseiten werden derzeit konstant erweitert und ausgebaut. 

Eine weitere Quelle für Videos im Unterricht können beispielsweise auch die online verfügbaren Folgen und Ausschnitte der Sendung mit der Maus darstellen. Der Vorteil aller dieser Onlineangebote im Vergleich zu denen im linearen Fernsehen ist, dass diese unabhängig von Wochentag und Uhrzeit abgerufen in das Unterrichtsgeschehen eingebunden werden können.

Mehr Details zum Thema Mediennutzung und Pädagogik im Rahmen des Antragsverfahrens zum DigitalPakt Schule 2019-2024 befinden sich außerdem im DigitalPakt 360° E-Book.

Die technische Ausstattung kann zwischen passivem Konsum und aktiver Diskussion entscheiden

Auch in Zeiten von Abstandsregeln und Fernunterricht sollten Videos im Unterricht jedoch nicht zum reinen Zeitvertreib, sondern stets als Mittel zum Zweck eingesetzt werden. Mit den richtigen digitalen Werkzeugen muss die Wissensvermittlung per Erklärvideo keine reine Notlösung darstellen. Im Vordergrund steht dabei immer die pädagogische Einordnung des Videos, und der gezeigte Inhalt sollte von den Schülern zusammen mit der Lehrkraft gezielt aufgearbeitet werden können.

Moderne Bildungstechnologie kann hierbei unterstützen. Mithilfe eines modernen interaktiven Displays können beispielsweise auch während des Zeigens von Videos im Unterricht gezielt Anmerkungen und Notizen von der Lehrkraft und von den Schülern getätigt werden. Besonders interessante Szenen können per Screenshot festgehalten und zur weiteren Analyse beispielsweise in ein Anmerkungs- oder Präsentationsprogramm übertragen werden.

Für den Fern- und Hybridunterricht bietet es sich vor allem an, darauf zu achten, dass ein interaktives Display Schülergeräte einfach einbinden kann und dass dieses es erlaubt, den gezeigten Inhalt des interaktiven Displays direkt an jedes Gerät zu senden. Videos im Unterricht können somit zentral von der Lehrkraft geöffnet und an alle verbundenen Geräte der Schüler im Fernunterricht „gestreamt“ werden.

Dies spart Zeit, da nicht erst von jedem Schüler das richtige Video individuell aufgerufen werden muss. Die Lehrkraft kann sich darauf verlassen, dass jeder Schüler das Video sieht und sich voll auf die Unterrichtsführung konzentrieren. Zusätzlich lassen sich Inhalte auf diese Weise auch im Hybridunterricht besser in der Gruppe besprechen, da alle Beteiligten die Videos im Unterricht zeitlich parallel verfolgen können. 

Gerade für Schülerinnen und Schüler, welche das Unterrichtsgeschehen von zu Hause aus verfolgen bzw. aufgrund von Kontaktbeschränkungen verfolgen müssen, kann ein audiovisueller Reiz in Form von Videos im Unterricht dazu beitragen, die Aufmerksamkeit und das Interesse gezielt auf das Unterrichtsgeschehen zu lenken.

Videos und ihre Präsentationsgeräte sind Bausteine digitaler Bildung

So wie Videos im Unterricht nur einen Teil digitaler Bildung darstellen, sind Präsentationsgeräte nur ein Teil der digitalen Ausstattung an Schulen. Zum bestmöglichen Einsatz von Medien wie Videos im Unterricht – im Klassenzimmer sowie im Hybrid- und Fernunterricht – gehört optimalerweise eine darauf ausgelegte schulische digitale Infrastruktur. Wie diese von Bund- und Ländern im Rahmen der Empfehlungen zum DigitalPakt Schule 2019-2024 definiert wird, erfahren Sie in diesem Artikel. Eine spezifische Auskunft darüber, wie Bildungstechnologien in der Covid-19-Pandemie helfen können und wie in solche zukunftssicher mit den Mitteln des DigitalPakts investiert werden kann, finden Sie hier und hier.

Passend dazu können Sie bei Bedarf auch unseren DigitalPakt Rechner zu Rate ziehen und für weitere Hintergrundinformationen rund um digitale Bildung und das DigitalPakt 360° E-Book herunterladen.