Vier Technologien von interaktiven Whiteboards, welche Hybridunterricht in Pandemiezeiten einfacher und hygienischer machen

Gesundheits- und Hygienemaßnahmen durch die Covid-19 Pandemie bestimmen gegenwärtig und für die absehbare Zukunft die Schullandschaft. Interaktive Whiteboards bieten jedoch Möglichkeiten, das Lernen aus der Ferne und vor Ort mit neuen Technologien zu verbessern und eine sicherere Unterrichtsumgebung zu schaffen. Dieser Artikel wirft einen Blick auf diese Technologien und die Möglichkeiten, welche in interaktiven Whiteboards zur Verbesserung der Gesundheit im Klassenzimmer verbaut sein sollten. Weiterhin werden solche Funktionen betrachtet, die eine Aufrechterhaltung von guter Bildung im gemischten Betrieb unterstützen.

1. Aktive Kontrolle der Luftqualität

CO2-Sensoren können die Sauerstoffsättigung überwachen und erhöhte Werte von Staub und Schmutzpartikeln in der Luft erkennen. Neben dem Vorbeugen von Müdigkeit im Klassenzimmer können diese Sensoren auch das aktive und bedarfsgesteuerte Lüften unterstützen. Gerade in der durch die Corona-Krise angestoßenen Diskussion des richtigen Lüftens können derartige Sensoren und ihr praktischer Nutzen eine gute Alternative zum Dauerlüften im Winter sein. CO2-Sensoren sind bereits in ausgewählten interaktiven Whiteboards integriert. Bei der Investition in die Infrastruktur eines digitalen Klassenzimmers bietet sich deshalb das Beachten dieses Ausstattungsmerkmals an.

2. Hygienische Displayoberflächen

Krankenhäuser und chirurgische Einrichtungen verwenden eine passive, keimresistente Technologie, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten. Mit fortschreitender Digitalisierung an Schulen sind derartige Hygieneüberlegungen auch im Klassenzimmer angelangt. Erste interaktive Tafeln sind mittlerweile mit den gleichen antimikrobiellen Beschichtungen erhältlich, um Schüler und Lehrer vor Infektionen zu schützen. Diese Beschichtungen werden mithilfe von neuesten Herstellungstechniken direkt in das Displayglas eingebettet, um die Übertragung von Keimen zu reduzieren. Dadurch entsteht eine wartungsfreie Oberfläche, die sich nicht abnutzt oder ihre Wirksamkeit mit der Zeit verliert.

3. Durchdachte Account-Management-Systeme

Dieselbe Technologie, mit der beispielsweise Apple Pay arbeitet, ermöglicht es nun auch Lehrkräften, sich sicher anzumelden und jedes beliebige interaktive Whiteboard jederzeit mit ihrer gesamten und gewohnten Online-Lehrplattform zu nutzen. Diese Lösungen können sich, wenn gut umgesetzt, nahtlos in das Medienkonzept einer Schule einfügen.

Per integrierten NFC-Lesegeräten (NFC=Near-Field-Communication / Nahfeldkommunikation) in Verbindung mit einem Account-Management-System (AMS) können Lehrerinnen und Lehrer beispielsweise von Klassenzimmer zu Klassenzimmer wechseln und an verschiedenen Geräten arbeiten. Die Einstellungen der Lehrkraft werden durch das AMS auf jedem Gerät automatisch abgerufen. Ein gutes Kontoverwaltungssystem in Verbindung mit der NFC-Technologie ermöglicht somit, den Unterricht in Sekundenschnelle von jedem interaktiven Whiteboard aus zu beginnen – unabhängig von Standort und Klassenzimmer.

Durchdachte Account-Management-Systeme behalten neben der Nutzerfreundlichkeit aber auch immer die Sicherheit im Auge. Zwar sollte jeder Schüler das Touchdisplay ohne Einschränkungen für Unterrichtszwecke nutzen können, aber ein gutes Account-Management-System erlaubt es dem Schüler nicht, die Sprache, das Netzwerk oder andere potenziell störende Einstellungen zu ändern oder auf Lehrerdaten zuzugreifen.

4. Cloud-Zusammenarbeit für hybrides Lernen

Um den Herausforderungen von COVID-19 gerecht zu werden, verwenden viele Schulen weltweit inzwischen hybride Unterrichtsmodelle, also eine Kombination aus Präsenz- und Fernunterricht. Hierfür ist eine Digitalisierung in der Schule unabdingbar. Die in modernen digitalen Tafeln vorhandenen Technologien zur Online-Zusammenarbeit können das Schulnetz und die Strukturen der digitalen Schule nutzen (wie diese Strukturen im Detail aussehen können, erfahren Sie hier ), um die Effektivität des Lehrers bei der Umsetzung von Fern- und Hybridunterricht erheblich zu verbessern.

Digitale Klassenzimmer sollten mit einem Internetzugang und passender interaktiver Software für interaktives Lernen vor Ort und aus der Ferne ausgestattet sein. Für ein flexibleres Lernmodell im Hybridunterricht müssen sowohl Lehrer als auch die zuständigen IT-Ansprechpartner nach Wegen suchen, die Lernplattformen zu harmonisieren, um den Schüler*innen unabhängig vom Standort eine einheitlichere Lernumgebung zu ermöglichen.

Die besten interaktiven Touchscreen-Modelle erlauben es jedem Schüler und jeder Schülerin, den aktuellen Unterrichtsinhalt und die Medien der Schule von jedem beliebigen Ort  und von jedem beliebigen Internetanschluss, wie z. B. vom WLAN Netzwerk zu Hause oder sogar von Mobiltelefonen aus, zu verfolgen und abzurufen. Dies sollte im Optimalfall und bei durchdachter Software mit geringstmöglichem technischen und administrativen Aufwand vonstattengehen. Es sollte den Schülern außerdem möglich sein, eigene Inhalte von persönlichen Geräten im eigenen Wohn-/Kinderzimmer auf das interaktive Display des digitalen Whiteboards im Klassenzimmer zu teilen. Somit können verschiedene Gruppen in getrennten Klassenzimmern oder von zu Hause aus zusammenarbeiten.

 

Auch wenn echter Kontakt auf menschlicher Ebene natürlich nicht oder nur schwer zu ersetzen ist (auch und gerade im Schulalltag), so müssen Videokonferenzen mit diesen technischen Voraussetzungen kein zweitklassiger Ersatz für Präsenzunterricht sein.

Lehrkräfte sollten sich dabei nicht erst Gedanken über die Einrichtung einer digitalen Lernumgebung machen müssen, sondern alles „auf Knopfdruck“ starten können. Eine gute Software und Integrierung des digitalen Whiteboards kann hierbei den Unterschied zwischen sofortigem Unterrichtsbeginn und verlorener Einrichtungszeit vor jeder Schulstunde ausmachen.

Weitere Informationen zu Pädagogik und Unterrichtsstrategien digitaler Bildung mit interaktiven Whiteboards für Misch- und Fernunterricht befinden sich im DigitalPakt 360° E-Book

Fazit

Ein interaktives Whiteboard kann zusammenfassend in Zeiten der globalen Corona-Pandemie in hybriden Unterrichtsumgebungen sowohl die Lernqualität der Schüler im Fernunterricht bereichern, als auch zu Hygienemaßnahmen der Schüler vor Ort im Klassenzimmer beitragen. Wichtig hierbei ist es auf die passende integrierte Hardware sowie Software zu achten.

Zur Investition hierfür bietet der DigitalPakt Schule eine gute Gelegenheit. Im DigitalPakt Rechner werden die besonderen Hygienemaßnahmen deshalb standardmäßig beachtet. Es kann außerdem bedarfsorientiert der Wunsch nach Fernunterrichtsmöglichkeiten berücksichtigt werden. Der Medienentwicklungsplan (MEP) kann somit individuell und entsprechend dieser Wünsche ausformuliert werden.